VERSTEHEN/FÜHLEN
2005
interactive multimediale Installation
115 × 56 × 120 cm
Video EIN GEDICHT, s/w, 1 Kanal
7 Kanäle Ton
Metall, Plexiglas, Wasser, Sensoren, Komputer, Projektor, Kopfhörer oder Lautsprecher
Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains

Ein Text wird an eine Schicht von Wasser projiziert. Die Größe der Buchstaben und die Geschwindigkeit ihres Scrolling erlaubt es dem Zuschauer nicht, den Text als Ganzes zu lesen bzw. ihn durchzulesen. Die Installation ist für den intuitiven Wunsch des Zuschauers gedacht, eine Hand in das Wasser zu tauchen und das Bild des Textes zu berühren. Jede Bewegung der Hand im Wasser provoziert eine Veränderung der Geschwindigkeit des Textflusses. Es ist möglich, eine für das Lesen komfortable Geschwindigkeit zu entdecken und einige Textfragmente herzustellen, doch es ist schwer, den ganzen Text zu lesen. Der Text ist innerhalb des Projektionssystems „versteckt“, welches ihn sowohl reproduziert als auch als ein Interface für die Interaktion mit ihm dient. Diese Interaktion ermöglicht es dem Zuschauer, den Text zu fühlen und zu verstehen, ohne ihn zu lesen, ein Bild von seinem Inhalt zu erfassen. Die Unterscheidung zwischen verbaler und nonverbaler Textwahrnehmung und zwischen Verstehen und Fühlen verschwindet.